10. August 2002
18. Juni 2003
Wie man sieht, ein armer Hund. Kaum zu glauben aber wahr, Sirsha Ca. 10 Monate später.
Eine traurige Geschichte mit glücklichem Ende
Alles war mal ganz anders geplant, doch wie schon eine Freundin auf ihrer Homepage schrieb, es kommt am Ende alles ganz anders als gedacht!

Nach langer Überlegung haben wir uns im November 2000 dazu entschlossen einen Hund bei uns aufzunehmen. Mein Freund wollte damals einen Bobtail haben, mir waren die ein bischen zu groß. Durch Zufall kam ich dann auf die Homepage von Susanne und Thomas Martin und den "Bearded Collies of Caledonian Tannach". Ich war vom ersten Moment an von dieser Rasse angetan, Reinhard (mein Freund) brauchte etwas länger.

Im März 2001 waren wir dann zum ersten Mal bei Susanne und Thomas zu Besuch, viele sollten noch folgen. Nach einer beardiemäßigen Begrüßung war dann auch Reinhard soweit, dieser Hund sollte es sein.

Susanne plante gerade ihren F-Wurf und wir waren glücklich als wir ein "ja" zu einem Welpen aus diesem Wurf bekamen. Leider hat sich dass dann doch etwas in die Länge gezogen denn Luna, die werdende Mutter, zierte sich etwas mit der Läufigkeit. Susanne war schon nahe dran zu verzweifeln. Da bei uns die Lebensumstände zu dieser Zeit etwas turbulent waren machte es uns aber nichts aus zu warten, war doch Luna auch genau das was wir uns vorstellten. Wir gingen so oft wie es uns möglich war zu den regelmäßigen Beardietreffen in Groß Umstadt, auch wenn wir uns ohne Hund ein wenig seltsam vorkamen.

Am 10. August 2002 war wieder ein Beardietreffen bei Susanne und Thomas, was wir damals noch nicht wussten war, dass dieses Treffen unser Leben von Grundauf verändern sollte.

Am Tag zuvor war bei einer Welpenkäuferin von Susanne ein Beardie abgegeben worden, der vorher wohl in schnellem Wechsel durch mehrere Hände gegangen war. Die arme Maus war geschoren und auch relativ dünn.

Ich muss hier nochmal sagen, dass ich eigentlich n i e einen Hund aus zweiter Hand und auch keinen braunen Beardie wollte, geplant war ein schwarzes oder blaues Mädchen.

Tikka sah mit ihren wunderbaren Augen jeden Menschen nur lieb an und war weder ängstlich noch aggressiv. Nur ausgehungert war sie und bekam auch von jedem Leckerchen die sie dankbar und schnell annahm. Nach langem Überlegen und Gesprächen mit den Anwesenden haben wir uns dann entschieden diesem Häuflein Elend ein neues zu Hause zu geben, vorausgesetzt sie würde sich mit unseren Katzen verstehen.

Da wir in diesem Moment eigentlich gar nicht auf einen Hund vorbereitet waren und es inzwischen Samstag Nachmittag war, bekamen wir alles von den Anwesenden Personen geschenkt oder geliehen. Von der Leine bis zum Futter war also alles da. Hier nochmal ein dickes Danke an Susanne und Thomas Martin, Fr. Back und Carmen und Eckhard Minkus die uns die Entscheidung sehr erleichtert und uns beigestanden haben.

Sirsha wie sie inzwischen heißt hat sich wunderbar bei uns eingelebt, hat keine Probleme mit den Katzen und ist immer noch einfach nur lieb, ein Beardie wie er im Buche steht. Wie jemand einen solchen Hund abgeben kann ist uns nach wie vor schleierhaft. Wir sind der Schicksalsgöttin jeden Tag dankbar, dass wir so einen wunderbaren Hund bekommen haben.

Dass unser Hund jetzt auf einen anderen Namen hört, hat im Wesentlichen 2 Gründe:

1. Bei uns zu Hause wird "Tikka" eher wie "Dickar" ausgesprochen und dick war sie mit ihren knappen 15kg (genau 14.8kg) wahrhaftig nicht.

2. Ist Reinhard ein großer Formel 1 Fan und wer möchte seinen Hund schon wie ein Ersatzauto rufen (T-Car für Team Car in der F1).

Übrigens der Name "Sirsha" kommt aus dem gälischen, dort wird er aber "Séorse" geschrieben. Um Komplikationen vorzubeugen haben wir uns für die einfachere Schreib und Sprechweise entschieden.

Ach so, Sirsha bedeutet "Freiheit", wenn dass kein gutes Omen ist.

2 Tage nachdem wir Sirsha aufgenommen haben wurde dann auch Luna läufig. Sie hat am 25.Oktober, mit ein wenig Hilfe von Nobility O`Connor, 6 wunderschönen Beardiebabys das Leben geschenkt. Inzwischen sind sie schon zu Halbstarken herangewachsen und machen ihre Familien mindestens genauso glücklich wie unsere Sirsha uns.

Also es kommt immer ein wenig anders als man denkt.

Sirsha in ganzer Pracht am 13. Juli 2003